Mobilität im Wandel

  • Laufzeit: 25 min
  • Untertitel: deutsch – zuschaltbare Untertitel zur Förderung der Lesekompetenz und für Hörgeschädigte
  • PDF-Arbeitsblätter mit Lösungen
  • Interaktive Arbeitsblätter für Desktop, Notebook und Tablet. Einfache Installation als HTML-5-Webapp.

Der Film Mobilität im Wandel verdeutlicht, wie sich durch die Erfindung des Autos die Lebenswelt der Menschen im Laufe von über einhundert Jahren verändert hat.
Historische Aufnahmen lassen Schülerinnen und Schüler miterleben, wie das Auto zunächst zum Statussymbol der begüterten Schichten wird und in den 1950er Jahren die Motorisierung durch den wirtschaftlichen Aufschwung schnell zunimmt. Große Teile der Bevölkerung werden so mobil, Urlaubsreisen ins benachbarte Ausland sind nun für viele möglich. Ein großzügig ausgebautes Autobahnnetz und autogerecht geplante Städte ermöglichen zunächst eine unbeschwerte Fahrt.
Über 130 Jahre, nachdem Carl Benz und Gottlieb Daimler die ersten Automobile entwickelt haben, bringen der zunehmende Individualverkehr und die steigende Zahl an Kraftfahrzeugen erhebliche Probleme mit sich. Städte ersticken im Autoverkehr, Menschen verbringen Stunden im Stau auf der Autobahn.
Der Film macht Lösungsvorschläge, wie der Verkehrskollaps in den Städten verhindert werden könnte und geht auf die Vor- und Nachteile der Elektromobilität ein.
Der Gesamtfilm ist in Themenbereiche unterteilt, die über ein Kapitelmenü einzeln angewählt werden können.
Die Bildanimation München 1965 – München 2021 zeigt exemplarisch, wie Städte zu Beginn der 1960er Jahre versucht haben, den Autoverkehr aus der Innenstadt zu verbannen. Fotos von Straßen und Plätzen aus 1965 und 2021 verdeutlichen dies eindrucksvoll.



Es handelt sich um eine mit sehr viel Arbeitsmaterial ergänzte Dokumentation über die Entwicklung der Mobilität seit der Erfindung des Verbrennungsmotors. Hier – also auf dem Straßenverkehr – liegt auch der Fokus des Films. Einem Off-Kommentator werden kurze Szenen unterlegt, teils historische Filmaufnahmen, teils neu in einem historisierenden Set gedrehte Spielszenen, später auch aktuelles Material. Der Off-Kommentar ist gut verständlich und führt chronologisch durch die Jahrzehnte. Vereinzelt kommen auch interviewte Sprecher zu Wort. Zusätzlich gibt es eine als Diashow gestaltete Sequenz "München 1965 – München 2021", in der historische und aktuelle Aufnahmen aus der jeweils selben Münchener Straße gegenübergestellt werden, um die Entwicklung der Stadt durch die Anpassung an den Straßenverkehr aufzuzeigen. Insgesamt ist das Medium eher unkritisch gehalten und deutet Problemen, die durch den Individualverkehr entstehen, schnell auf einfache Lösungen hin, freilich ohne den Individualverkehr infrage zu stellen. Dies wird auch beim Arbeitsmaterial deutlich, das sich in der Regel um die Inhalte des Films dreht. In ein entsprechendes Unterrichtsgeschehen eingebettet ist die Dokumentation eine gute Basis für eine kontroverse Betrachtung der Mobilität in unserer Gesellschaft.

Landesmedienzentrum Baden-Württemberg